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Neues Projekt in der St. Crucis Kirche





Hört! Hört!

Die Hörspielkirche Bad Sooden-Allendorf feiert Premiere!

Text Katharina Siebenmorgen

In einer Kirche Geschichten zu lauschen, ist nichts Ungewöhnliches. Doch in Bad Sooden-Allendorf hat es damit

inzwischen eine besondere Bewandtnis. Von August bis Mitte September 2015 ist in St. Crucis Hörspielsaison. Gäste

des Ortes und Einheimische werden hier Klassikern der Dichtkunst wie Johann August Apels „Der Freischütz“ oder

Collodis „Pinocchio“ lauschen können. Viele ehrenamtliche Helfer, die Unterstützung von Landeskirche und Sparkasse

sowie der Gemeinde haben das Projekt möglich gemacht, für dessen inhaltliche Umsetzung Jens Franke, der Initiator

der ersten Hörspielkirche Federow, verantwortlich zeichnet.

 

Die bundesweit dritte Hörspielkirche startet in die erste Saison.

Die Ev. Kirchengemeinde St. Crucis Allendorf ist dabei, einen weiteren Publikumsmagnet für viele Besucher in Bad

Sooden-Allendorf einzurichten. Nur noch wenige Tage sind es bis zum Start in den Hörspielsommer. Die letzten

Vorbereitungen für die Eröffnung der Hörspielkirche Bad Sooden-Allendorf sind im vollen Gange. Die kleine

Taufkappelle von St. Crucis rüstet sich für ihre Verwandlung in die bundesweit dritte Hörspielkirche. Von August bis

September wird sie neue Gäste empfangen, die auf den schlichten Holzstühlen Platz nehmen wollen, um spannenden

Hörspielproduktionen zu lauschen. Das Programm steht schon. Begeisterte Fans des Hörspiels und Neulinge dieser

Unterhaltungsform dürfen sich auf ein attraktives Angebot für Jung und Alt freuen.

 

Das Konzept ist einmalig.

Die Idee einer Hörspielkirche mutet eher ungewöhnlich an, aber sie beruht auf einem ganz naheliegenden Gedanken.

Auf Kirchenbänken wurde immer schon in Gemeinschaft Geschichten gelauscht. So liegt es nahe, den Kirchenraum

dem Hörspiel zu öffnen und diese neue Form des Erzählens an den traditionellen Mittelpunkt des Gemeindelebens zu

bringen. Denn Hörspiele erfreuen sich großer Beliebtheit. Immer mehr Menschen sind von ihnen begeistert. Und es

besteht offenbar auch das Bedürfnis, dies in Gemeinschaft zu erleben. Die öffentlichen Aufführungen von Hörspielen

zeugen davon. Ihnen in einer Kirche zu lauschen, ist ein unvergessliches Erlebnis. Allen, die auch mit den Ohren

denken, wird die Hörspielkirche Bad Sooden-Allendorf einen eindrucksvollen Rahmen bieten, um in einer Zeit der

starken Bilderflut den Ohrensinn zu schärfen.

 

Eine Idee entsteht.

Geboren wurde die Idee der Hörspielkirche an der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort steht seit dem Sommer 2005

im kleinen Nationalparkdorf Federow Deutschlands erste Hörspielkirche. Nahe dem Ostufer der Müritz gelegen, ist

Federow eines von sieben Eingangstoren in den Müritz-Nationalpark in Mecklenburg. Hierher kommen in den

Sommermonaten viele Touristen. Die alte Dorfkirche war neugierigen Durchreisenden bis dahin dagegen

verschlossen geblieben. In dem sanierungsbedürftigen Bau aus dem 13. Jahrhundert hatte es lange keinen

Gottesdienst mehr gegeben, keine Taufe, keine Trauung. Mit der Aufführung von Hörspielen hat sich die Federower

Kirche wieder Gehör verschafft und Fördergelder für die dringend gebotene Sanierung einwerben können. Der

Potsdamer Architekt Jens Franke hatte die rettende Idee. Dieses Jahr feiert die Hörspielkirche Federow ihre zehnte

Saison. Auch Gottesdienste finden hier jetzt wieder statt. Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Deutschland – Land

der Ideen“ wurde das Projekt unter vielen Bewerbern als einer von 365 Ideenorten ausgezeichnet. Die Möglichkeit für

Urlauber, im Kirchenraum eine Hörpause einzulegen, kommt gut an. Ein Mitglied der Kirchengemeinde St. Crucis hat

sich in Federow davon überzeugen können und die Einrichtung einer Hörspielkirche in Bad Sooden-Allendorf

angeregt.

 

Ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt.

Ob Märchen, Krimi, Weltliteratur – im Programm findet sich für jede Vorliebe und jedes Alter das passende Angebot.

Auf dem Programm stehen Hörspielinterpretationen von Theodor Storm bis Edgar Allan Poe. In Kooperation mit

zahlreichen Buch-, Musik-, Audio- und Theaterverlagen hat Jens Franke für den Start der Hörspielkirche eine

abwechslungsreiche Auswahl zusammengestellt. Die Hörspielkirche ist von Anfang August bis Ende September 2015

täglich ab 11.00 Uhr geöffnet. Das Hörspielprogramm startet am 1. August und endet am 13. September 2015. An den

Nachmittagen läuft ein Kinderprogramm. Am Abend gibt es Hörspiele für Erwachsene, auch Kriminalstücke. Alle Bad

Sooden-Allendörfer, Umländer und Besucher der Region sind zum Zuhören herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, um

Spenden wird gebeten.

 

Ein neuer Ort für Kultur.

Mit 700 Jahren gebauter Kulturgeschichte gehört St. Crucis im Ortsteil Allendorf der Gemeinde Bad Sooden-Allendorf

zu den herausragenden Baudenkmälern in der Tourismusregion Werratal. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit,

wann die kleine Taufkappelle, ein Anbau aus dem Jahr 1623, als geeigneter Veranstaltungsort für besondere

Kulturerlebnisse Aufmerksamkeit erregen würde. Der helle, klare Raum verbreitet eine anregende Atmosphäre und die

freundliche Stimmung unter den Rippengewölben empfinden viele Menschen als besonders einladend. Als

Hörspielkirche bereichert sie nun im Sommer das Kulturleben der Gemeinde. Etwa 40 Gäste können zum

konzentrierten Lauschen auf den schlichten Kirchenstühlen Platz nehmen.

 

Veranstaltungsort

St. Crucis (Taufkappelle)

Kirchplatz 1

37242 Bad Sooden-Allendorf

Information

Idee + Konzept, Jens Franke: Tel. 0151 11641265, www.hörspielkirche.de

Evangelisches Pfarramt St. Crucis Allendorf 1, Pfarrer Hubertus Spill: Tel. 05652-2300




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